Rüdiger Oppermann, geboren 1954, weltreisender Botschafter seines Instruments, begann 1973 keltische Harfe zu spielen. Ausgebildet auf Klavier und Cello ist er auf seinem Lieblingsinstrument Autodidakt, genoß jedoch Unterricht bei Meistern u.a. in Sri Lanka, Afghanistan, Türkei und Zentralafrika und gilt seit Jahren als Harfentüftler und einer der weltweit innovativsten und profiliertesten Harfinisten jenseits der Klassik.
Aber Oppermann ist als Erfinder des seit 20 Jahren stattfindenden Festivals »Klang-Welten« (zweimal auch zu Gast dieser Konzertreihe) auch Grenzüber-
schreiter aus Überzeugung und Pionier einer multi-
kulturellen, völkerverbindenden Musik.
„Wie zu Hause angekommen fühlte ich mich, als ich das erste Mal mit Musikern aus einer außereuropäischen Kultur spielte. Das war 1975, als ich zum ersten Mal nach Afrika reiste. Tagsüber kauderwelschten wir uns durch die lustigsten Mißverständnisse, abends am Feuer wurde getrommelt, gesungen und Harfe gespielt.
Und da traf mich wie der Blitz die Erkenntnis, dass man zwar manchmal nur schwer miteinander sprechen kann, aber doch gut miteinander spielen.
Mit der Musik steht uns eine universelle Sprache zur Verfügung, wenn man bereit ist, aufeinader zuzugehen.“
Enkh Jargal Dandarvaanchig ist ein hervorragender Virtuose auf der Morin Khoor (Pferdegeige ), auf der er die alten getragenen Melodien der Hofmusik ebenso spielt wie die galoppierende Volksmusik der Steppenreiter. Zu erleben war dies u.a. bei seinem letzten Dresdner Konzert als Mitglied der »Violons Barbares«, mit dem dem er wahre Beifallsstürme hervorrief.
Welche Klänge er diesem alten und nur zweiseitigen Instrument entlockt war beeindruckend.
Noch erstaunlicher aber sind seine Fähigkeiten als Sänger: Seine Stimme reicht über fünf Oktaven, vom abgrundtiefen Schamanengesang »Kharhira« bis zum flötenton-ähnlichen Obertongesang »Xöömi«.
1995 kam er nach Europa, wo er in der Musikszene große Aufmerksamkeit erregte. Er sang und musizierte genreübergreifend mit verschiedensten musikalischen Partnern und sorgte überall für offene Münder, un-
gläubiges Staunen und begeisternde Zustimmung.
Viele seiner Auftritte bestritt er seitdem immer wieder mit Rüdiger Oppermann, einem kongenialen Partner. Der gleichberechtigte musikalischer Dialog von west-
lichen und asiatischen Klängen vermag ihr Publikum immer wieder aufs Neue zu faszinieren.
P R E S S E
Er gehört zum Erstaunlichsten, was die Mongolei musikalisch zu bieten hat.
NORDDEUTSCHER RUNDFUNK
Enkh Jargal erreicht mit seiner Stimme Tonlagen, von denen viele nicht einmal wissen, dass es sie gibt. Ober- und Untertongesang nennt man das in der Fachpresse, einfach unglaublich nennt es der Zuhörer.
MÜNCHNER MERKUR
Wunderbare Musik.
ARVO PÄRT
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