Texte wie Gedichte, dazu Musik, die Tango, Bossa Nova, Jazz, Habanera und Walzer vereint und warme, intensive Suggestionen weckt, dazu eine Stimme, die voll und dennoch wie verraucht klingt, die den Zuhörern sehr nahe kommt, eine große Zärtlichkeit ausstrahlt und enorm hypnotische Wirkung hat.
Gianmaria Testa ist ohne Zweifel einer der wichtigsten zeitgenössischen italienischen Liedermacher.
1958 wurde er in der italienischen Provinz Cuneo geboren. Als Spross einer Bauernfamilie, in der von klein auf gesungen wurde, sang auch er, zumindest sonntags in der Kirche. Gleichzeitig lernte er das Spiel auf der Gitarre und komponierte, kaum dass er die ersten Akkorde gelernt hatte, sein erstes Lied.
1993 und 1994 gewann er den ersten Preis eines landesweiten Liedermacher-Festivals. Dort wurde ihm dann von ein paar Kennern des Musikbussiness nahe gelegt, doch mehr einfache und tanzbare Rhythmen in seine Kompositionen einfließen zu lassen und sein Aussehen für spätere Fernsehauftritte zu verändern.
Woraufhin Testa lieber wieder in seinen Beruf als Bahnhofsvorsteher zurückging.
Solcherart Anbiederei war ihm zuwider. Lieder kann man schließlich auch als Mitarbeiter der italienischen Eisenbahn schreiben...
Dann aber erschien 1995 in Frankreich seine erste CD »Montgolfières«, die zum Start einer beeindruckenden Karriere werden sollte. Bereits zwei Jahre später wurde er im legendären Pariser »Olympia« von über 2.500 begeisterten Menschen gefeiert.
In seinen Liedern beschreibt Testa eine Welt aus Wind und Erinnerung, aus Erde und Nebel, er singt von Gegenständen, die von einem Himmel in den nächsten fliegen oder von Frauen auf Bahnhöfen, die am Arm eines anderen wegfahren, ohne sich umzudrehen.
Auf der Bühne präsentiert er sich als Künstler mit großer Aura und Präsenz, der seine eigene Freude am Musizieren an sein Publikum weiterreicht.
Die Faszination seiner Interpretationen liegt in seiner verhaltenen Nachdenklichkeit und eleganten Aufrichtigkeit, seiner gemessenen Art, von der Melancholie, dem Licht, der Liebe und dem Schmerz zu erzählen.
Zumeist sind es die von den großen Meldungen überdeckten, scheinbar kleinen Geschichten, die Testa interessieren und die Eingang in seine Musik finden; eine Musik, die auf sanfte Art Lied, Folk, Chanson und Jazz verbindet und auf eine stille, fast magische Art viel Raum lässt für ihre beseelten Zuhörer.
p r e s s e
"Eine rauchige Baritonstimme, die ein unglaubliches Charisma ausstrahlt. Gefühlvoll, aber nicht sentimental, melodisch, aber nicht schnulzig. Testa beweist ein überragendes Niveau, ohne seine italienische Herkunft zu verleugnen."
Stereo
"Liebe und Verlust, Freude und Abschied: kleine Themen werden bei Testa zu großen Liedern, melancholisch, mit einem Hauch von Ironie, der Poesie des Alltags auf der Spur."
Süddeutsche Zeitung
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